Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum 2004 – 2018

Foto: Marcel-Th. und Klaus Jacobs

Jüdische Friedhöfe zählen neben Synagogen und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zu den unabdingbaren Einrichtungen von orthodoxen jüdischen Gemeinden; sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Alltagskultur. In ihnen spiegelt sich die große Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung hinsichtlich des sozialen Status und des Berufsstands wider: Industrielle und Kaufleute (überwiegend aus der Textilwirtschaft), Politiker, Rechtsanwälte, Rabbiner, Talmudgelehrte, Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Sportler – hinter jedem Grabstein steht die Biographie eines verstorbenen Menschen.
Die Ausstellung ist eine Auseinandersetzung mit der jüdischen Alltagskultur im mitteleuropäischen Kulturraum: In Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik. Zugleich ist sie eine Begegnung mit der jüdischen Friedhofskultur. Über 50 Orte bereisten Marcel-Th. und Klaus Jacobs und hielten ihre Eindrücke in schwarz-weißen Fotografien dokumentarisch fest. Aus mehreren Tausend Kleinbildnegativen wurde eine Auswahl erstellt, welche einen Eindruck der längst vergangenen Sepulkralkultur wiedergibt. Zugleich erläutern kurze Steckbriefe zu den besuchten Friedhöfen die örtlichen Gegebenheiten. Der Rückblick auf die Geschichte der jeweiligen jüdischen Gemeinden und deren letzter Ruhestätten machen das Ausmaß der Auslöschung jüdischen Lebens und Wirkens in allen drei Ländern deutlich.

Die Ausstellung ist vom 7.11.2018 bis 10.3.2019 im Kraszewski-Museum zu sehen.

Öffnungszeiten:
Mi – So, Feiertage: 13 – 18 Uhr
Mo/Di: geschlossen

Adresse:
Kraszewski-Museum
Nordstraße 28
01099 Dresden

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Hatikva – Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V., dem Museum der Stadt Breslau und dem Freundeskreis zum Erhalt der jüdischen Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum e. V.

>>> Hier finden Sie einen Bericht der Jüdischen Allgemeinen über die Ausstellung.

>>> Hier finden Sie einen Bericht des Stadtteilmagazins Neustadt-Geflüster über die Ausstellung.