Auf der Suche nach neuer Identität. Wrocław in der Nachkriegszeit

fotografiert von Stefan Arczyński

Sonderausstellung vom 28.09.2016 – 29.01.2017 im Kraszewski-Museum

Im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt zeigt das Kraszewski-Museum in der Partnerstadt Dresden eine Ausstellung über das Werk des Fotografen Stefan Arczynski anlässlich seines 100. Geburtstages.

STEFAN ARCZYŃSKI

Ein herausragender polnischer Fotograf, Vertreter der Fotografie Breslaus/Wrocławs, Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie. Als Sohn polnischer Emigranten aus Großpolen ist er am 31. Juli 1916 in Essen geboren. Nahezu 80 Jahre war er untrennbar mit seinem Fotoapparat verbunden. Im Jahr 1950 führte ihn das Schicksal nach Breslau/Wrocław, wo er bis heute lebt. Er ist Autor von Hunderten von Fotos, die in zahlreichen polnischen Zeitschriften veröffentlicht wurden und einem Dutzend von Publikationen, die der Geschichte, Kultur und Kunst Breslaus/Wrocławs sowie Niederschlesiens gewidmet sind. Ebenfalls waren seine Fotografien in deutschen Publikationen zu sehen.

Stefan Arczyński dokumentierte die Zerstörung und den Wiederaufbau der Stadt Breslau/Wrocław und durchquerte ganz Polen mit seinem Fotoapparat. Aufgrund seiner zahlreichen Reisen in der ganzen Welt entstand ein reiches Bildarchiv bestehend aus Architektur- und Landschaftsaufnahmen sowie Portraitfotografien von Erwachsenen und Kindern. Er fotografierte sowohl Theaterschaffende als auch Balett-Solisten der Oper Wrocław. Außerdem dokumentierte er die Arbeit von Henryk Tomaszewski, dem Begründer und Direktor des Breslauer Pantomimen Theaters. Das Lieblingsmotiv in seinem reichen und vielfältigen Werk blieben jedoch Bäume.

Als Mitglied im Verband der polnischen Künstler und Fotografen stellt er seine Arbeiten seit 1956 regelmäßig aus. Er nahm an vielen nationalen und internationalen Ausstellungen teil, auf denen er häufig ausgezeichnet wurde. Er ist zweifacher Preisträger der Auszeichnung der Stadt Breslau/Wrocław und erhielt 1992 den schlesischen Kulturpreis Niedersachsens. Im Jahr 2011 wurde er mit der Goldenen Medaille „Gloria Artis“ geehrt.

Schirmherr: Markus Kopp, Honorarkonsul der Republik Polen für den Freistaat Sachsen

Führungen durch die Sonderausstellung mit Magdalena Paluska M.A., Stipendiatin der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Museumsprogramm „Kulturelle Vielfalt und Migration“ finden an folgenden Sonntagen statt: 16.10. , 13.11. , 04.12. , 10.01.2017 jeweils um 14 Uhr

Eintritt: 4 € / 3 € plus Führungsgebühr 3 € / 1 €